Bis in Ewigkeit

Lektion 13, 2. Quartal 20. bis 26. Juni 2026

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Sabbatnachmittag, 20. Juni

Gedächtnisvers:

„Geliebte, wir sind jetzt Kinder Gottes, und noch ist nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, daß wir ihm gleichgestaltet sein werden, wenn er offenbar werden wird; denn wir werden ihn sehen, wie er ist1. Johannes 3,2


Bald hörten wir die Stimme Gottes gleich vielen Wassern, die uns Tag und Stunde des Kommens Jesu mitteilte. Die lebenden Heiligen, 144.000 an der Zahl, kannten und verstanden die Stimme, während die Gottlosen sie für Donner und Erdbeben hielten. Frühe Schriften von Ellen G. White 13 (1851). CKB 191.4

Als Gott den Tag und die Stunde des Kommens Jesu ankündigte und mit seinem Volk den ewigen Bund machte, sprach er einen Satz, dann hielt er inne, während die Worte über die Erde dahinrollten. Das Israel Gottes stand mit aufwärts gerichteten Augen und lauschte den Worten, die aus dem Mund Jahwes kamen und wie laute Donnerschläge über die Erde hallten. Es war feierlich und erhaben. Am Ende eines jedes Satzes riefen die Heiligen aus: „Ehre! Halleluja“, Ihre Angesichter waren von der Herrlichkeit Gottes erleuchtet. Sie strahlten vor Herrlichkeit wie das Antlitz Moses, als er vom Sinai herabkam. Die Gottlosen konnten sie wegen dieser Herrlichkeit nicht ansehen. Und als der nie endende Segen über die ausgesprochen wurde, die Gott geehrt hatten, indem sie seinen Sabbat hielten, ertönte ein lauter Siegesruf über das Tier und sein Bild. Frühe Schriften von Ellen G. White 273 (1858). CKB 192.1

Ich habe nicht die geringste Ahnung, welche Zeit die Stimme Gottes genannt hat. Ich hörte, wie die Stunde verkündigt wurde. Aber als ich aus der Vision kam, konnte ich mich nicht mehr daran erinnern. Bilder von so großartiger, feierlicher Bedeutung zogen an mir vorüber, daß menschliche Worte sie einfach nicht beschreiben können. Für mich war alles lebendige Wirklichkeit, denn kurz nach dieser Szene erschien die große weiße Wolke, auf der der Menschensohn saß. Für die Gemeinde geschrieben I, 79 (1888). CKB 192.2

Sonntag, 21. Juni

Heute leben


Der Sturm naht heran. Wir müssen uns gegen seine Gewalt durch Umkehr zu Gott und durch den Glauben an unsern Herrn Jesus Christus zu schützen suchen. Der Herr macht sich auf, um die Erde furchtbar zu erschüttern. Überall werden wir große Not sehen. Tausende von Schiffen werden in die Tiefe des Meeres versinken. Ganze Flotten werden untergehen, und Millionen von Menschenleben werden geopfert. Ganz unerwartet wird Feuer ausbrechen, das niemand löschen kann. Die Paläste auf Erden werden durch die Gewalt der Flammen vernichtet. Eisenbahnkatastrophen werden sich häufen; chaotische Vorfälle, Zusammenstöße und tödliche Unglücksfälle werden sich ohne vorherige Warnung auf den großen Verkehrsstraßen ereignen. CKB 19.3

Das Ende ist nahe; die Gnadenzeit läuft ab. O laßt uns Gott suchen, solange er sich noch finden läßt! Rufen wir ihn, solange er uns noch nahe ist! Ruf an die Jugend 55 (1890). CKB 19.4

In der letzten Etappe der Geschichte dieser Erde wird Krieg toben. Es wird Pestilenz, Seuchen und Hungersnöte geben. Die Wasser der Tiefe werden ihre Grenzen überfluten. Besitz und Leben wird durch Feuer und Überschwemmungen zerstört werden. Wir sollten uns für die Wohnungen bereitmachen, die Christus für alle, die ihn lieben, vorzubereiten gegangen ist. Maranatha 174 (1897). CKB 19.5

Psalm 80 enthält eine wunderschöne Bitte an Gott. Lies das Kapitel und betrachte insbesondere die Verse 1–3, 14–17, 18, 19 und setze das Wort „mich“ anstelle von „uns“ ein. Unabhängig davon, wie unterschiedlich Zeit, Ort und Kontext dieses Psalms auch sein mögen, in welcher Weise kannst du dich persönlich damit identifizieren?

„Der Hochmut Assurs wird gestürzt, und das Zepter Ägyptens wird verschwinden.“ Sacharja 10,11 (Bruns). Das gilt nicht nur für die Völker, die sich in alter Zeit gegen Gott erhoben, sondern auch denen, die heute den Zielen Gottes im Wege stehen. Wenn der gerechte Richter am Tage der Endabrechnung die Völker der ganzen Erde richten (vgl. Jesaja 30,28) und alle jene, die an der Wahrheit festgehalten haben, einladen wird, in die Stadt Gottes einzugehen, werden die Himmelsgewölbe widerhallen von den Triumphgesängen der Erlösten. „Da werdet ihr singen wie in der Nacht des heiligen Festes und euch von Herzen freuen, wie wenn man mit Flötenspiel geht zum Berge des Herrn, zum Hort Israels. Und der Herr wird seine herrliche Stimme erschallen lassen ... Da wird Assur erschrecken vor der Stimme des Herrn, der ihn schlägt mit dem Stock. Jedesmal, wenn ein Schlag daherfährt, wird der Stock zur Zuchtrute, die der Herr auf ihn niedersausen läßt; und so bekämpft er ihn, daß er ihn als Opfer schwingt unter Pauken und Zitherspiel.“ Jesaja 30,29-32.PK 258.3

Montag, 22. Juni

Endlich von Angesicht zu Angesicht


Read 2 Corinthians 4:7–12. In this passage, what reveals how Paul was able to endure the trials he faced? What seems to be the focus of his life?

Im Osten erscheint eine kleine dunkle Wolke, etwa halb so groß wie eines Mannes Hand. Es ist die Wolke, die den Heiland umgibt. In der Entfernung sieht sie aus wie in Dunkelheit gehüllt. Gottes Volk weiß: Das ist das Zeichen des Menschensohnes. In ernstem Schweigen blicken alle auf diese Wolke, die sich der Erde nähert und merklich heller und herrlicher wird, bis sie sich zu einer großen weißen Wolke ausdehnt. Unten sieht sie wie verzehrendes Feuer aus, und über ihr leuchtet der Bogen, das Zeichen des Bundes. Jesus kommt als mächtiger Sieger ... CKB 193.1

Ein zahlloses Gefolge heiliger Engel begleitet ihn mit himmlischen Lobgesängen. Das weite Himmelszelt scheint voll leuchtender Gestalten zu sein, Millionen und Milliarden. Unbeschreiblich ist dieser Anblick, niemand kann diese Pracht erfassen ... CKB 193.2

Der König aller Könige kommt auf der Wolke hernieder, in Feuerflammen gehüllt. Der Himmel entweicht wie ein zusammengerolltes Buch. Die Erde bebt vor ihm, und alle Berge und alle Inseln werden aus ihren Orten bewegt. The Great Controversy 640; Der große Kampf 640-641 (1911). CKB 193.3

Was wird als Nächstes geschehen? Lies 1. Thessalonicher 4,17. Letztendlich wird das, worüber Paulus in Philipper 2,10.11 schreibt, im ganzen Universum widerhallen.

Jene, die den entscheidenden Anteil hatten bei der Ablehnung und Kreuzigung Christi, kommen hervor, um ihn zu sehen, wie er ist. Jene, die Christus zurückgewiesen haben, stehen auf und sehen die Gläubigen verherrlicht. Gerade zu dieser Zeit werden die Gläubigen in einem Augenblick verwandelt, und sie werden entrückt, um ihrem Herrn in der Luft zu begegnen. Dieselben, die ihm den Purpurmantel umlegten und die Dornenkrone auf sein Haupt drückten, und jene, die die Nägel durch seine Hände und Füße schlugen, blicken auf ihn und wehklagen. Manuscript Releases IX, 252 (1886). CKB 193.4

Sie erinnern sich, wie seine Liebe mißachtet und seine Barmherzigkeit mißbraucht wurde. Sie denken daran, wie Barabbas, ein Mörder und Dieb, an seiner Stelle freigegeben wurde, wie Jesus mit Dornen gekrönt, ausgepeitscht und gekreuzigt wurde, wie Priester und Machthaber ihn am Kreuz verspotteten: „Andern hat er geholfen und kann sich selbst nicht helfen. Ist er der König von Israel, so steige er nun vom Kreuz herab. Dann wollen wir an ihn glauben.“ Matthäus 27,42. Alle Beleidigungen und Boshaftigkeiten gegenüber Christus, alles Leid, das seinen Jüngern zugefügt wurde, werden in ihrer Erinnerung wieder so lebendig sein wie damals, als die satanischen Verbrechen begangen wurden. CKB 193.5

Die Stimme, die sie so oft einladend und bittend gehört haben, klingt erneut in ihren Ohren. Seine gnädigen Bitten werden ihnen nun wiederum so deutlich wie damals, als der Heiland in den Synagogen und auf den Straßen sprach. Dann werden diejenigen, die ihn durchstochen haben, die Felsen und Berge anrufen, damit sie über sie fallen und sie vor dem verbergen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes. Brief 131, 1900. CKB 194.1

Die Wolken weichen zurück wie eine Schriftrolle, und das hellstrahlende Zeichen des Menschensohnes wird sichtbar. Die Gläubigen wissen, was diese Wolke bedeutet. Klänge wie Musik sind zu hören, und während die Wolke sich nähert, öffnen sich die Gräber, und die Toten werden auferweckt. Manuscript Releases IX, 251.252 (1886). CKB 194.2

Dienstag, 23. Juni

Die Braut


Lies Offenbarung 21,9–11. Welche Analogie wurde dort verwendet, und warum wurde sie deiner Meinung nach gewählt?

Im Sommer und Herbst des Jahres 1844 erging der Ruf: „Siehe, der Bräutigam kommt!“ Es hatten sich damals die beiden Gruppen der klugen und der törichten Jungfrauen gebildet; eine Gruppe, die mit Freuden auf das Erscheinen des Herrn wartete und sich ernstlich vorbereitet hatte, ihm zu begegnen; eine andere Gruppe, die furchterfüllt und nur aus Gefühlsantrieben handelnd, sich mit der Wahrheit als Theorie zufriedengegeben hatte, aber der Gnade Gottes ermangelte. Im Gleichnis gingen die mit dem Bräutigam zur Hochzeit hinein, welche bereit waren, als er kam. Das hier erwähnte Kommen des Bräutigams findet vor der Hochzeit statt. Die Hochzeit stellt Christi Übernahme seines Reiches dar. Die heilige Stadt, das neue Jerusalem, das die Hauptstadt und Vertreterin des Reiches ist, wird das Weib, die „Braut des Lammes“ genannt. So sagte der Engel zu Johannes: „Komm, ich will dir das Weib zeigen, die Braut des Lammes.“ „Und führte mich hin im Geist ...“, erzählt dieser, „und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem, herniederfahren aus dem Himmel von Gott.“ Offenbarung 21,9.10. Demnach stellt offenbar die Braut die heilige Stadt dar, und die Jungfrauen, die dem Bräutigam entgegengehen, sind ein Sinnbild der Gemeinde. Nach der Offenbarung sollen die Kinder Gottes die Gäste beim Hochzeitsmahl sein. Offenbarung 19,9. Sind sie die Gäste, so können sie nicht zu gleicher Zeit als Braut dargestellt werden. Christus wird, wie uns der Prophet Daniel dies schildert, von dem Alten „Gewalt, Ehre und Reich“ entgegennehmen. Er wird das neue Jerusalem, die Stadt seines Reiches, empfangen, „bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann“. Daniel 7,14; Offenbarung 21,2. Nachdem er das Reich empfangen hat, wird er in seiner Herrlichkeit als König der Könige und Herr der Herren kommen, um sein Volk zu erlösen, das „mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen“ (Matthäus 8,11; Lukas 22,30) wird an seinem Tisch in seinem Reich, um an dem Hochzeitsmahl des Lammes teilzunehmen. GK 428.2

Das Gleichnis von den zehn Jungfrauen kann die Jungfrauen nicht bis zum Kommen des Herrn bewahren, sondern nur bis zu einem Zeitpunkt vor dem endgültigen Ende der Gnadenzeit; denn beachten Sie genauer, was die Schrift sagt: „Und die, die bereit waren, gingen mit ihm in die Hochzeit; und die Tür wurde verschlossen.“ (Mt 25,10.) Die Worte „zur Hochzeit“ bedeuten, dass der Ruf erging und die Tür geschlossen wurde, bevor die Hochzeit stattfand; und da Christus am Ende der menschlichen Gnadenzeit vermählt oder gekrönt wird (siehe Der große Kampf, 426, 427) und bevor die sieben letzten Plagen ausgegossen werden, beweist dies, dass der Ruf: „Siehe, der Bräutigam kommt“, nicht das Kommen Christi in den Wolken ist, wenn er sein Volk „zu sich“ nimmt (Joh. 14,3), sondern vielmehr sein Kommen in das Heiligtum zum Gericht über die Lebenden.

Da die fünf klugen Jungfrauen die 144.000 sind (Offb. 14,4), sehen wir, dass der Ruf an sie, zu wachen, derselbe ist wie in Jes. 52,1: was die Zeit des Rufes mit der „Zeit der Versiegelung der 144.000“ (3 T 266) gleichsetzt und ihre Begegnung mit dem Bräutigam mit Hes. 9. Dann, nach dem Ende der Gnadenzeit und nach dem Ausgießen der Plagen, wird Er kommen und die Seinen zu sich nehmen, nicht um der Hochzeit beizuwohnen, sondern um das Hochzeitsmahl zu essen, nachdem die Zeremonie vollzogen ist. 

Mittwoch, 24. Juni

Folge dem Lamm


Auf welche weiteren Segnungen können wir uns in der Ewigkeit freuen? Lies Jesaja 25,8, Offenbarung 7,17 und Offenbarung 21,4.

„Eines der markanten Merkmale in der Darstellung der 144.000 ist, dass in ihrem Mund keine Falschheit gefunden wurde. Der Herr hat gesagt: ‚Gesegnet ist der Mann …, in dessen Geist keine Falschheit ist.‘ Sie bekennen sich als Kinder Gottes und werden dargestellt, wie sie dem Lamm folgen, wohin es auch geht. Sie werden uns vor Augen geführt, wie sie auf dem Berg Zion stehen, gerüstet für den heiligen Dienst, gekleidet in weißes Leinen, das die Gerechtigkeit der Heiligen ist. Doch alle, die dem Lamm im Himmel folgen, werden ihm zuvor auf Erden gefolgt sein, in vertrauensvollem, liebevollem, willigem Gehorsam; sie sind ihm nicht ungeduldig und launisch gefolgt, sondern zuversichtlich und aufrichtig, so wie die Herde dem Hirten folgt …“ 3SM 424.2

„Auf dem gläsernen Meer vor dem Thron, jenem Meer aus Glas, das wie mit Feuer vermischt ist – so strahlend ist es von der Herrlichkeit Gottes –, versammelt sich die Schar, die „den Sieg über das Tier und über sein Bild und über sein Malzeichen und über die Zahl seines Namens errungen hat“.

Auf dem kristallenen Meer vor dem Thron, jenem gläsernen Meer, das so von der Herrlichkeit Gottes glänzt, als wäre es mit Feuer vermengt, steht die Schar derer, „die den Sieg behalten hatten an dem Tier und seinem Bilde und seinem Malzeichen und seines Namens Zahl“. Offenbarung 15,2. Auf dem Berge Zion stehen mit dem Lamm die 144.000, die erlöst wurden; man hört eine Stimme wie das Gebrause eines großen Wassers und wie das Grollen eines großen Donners, die Stimme „von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen“. Offenbarung 14,1-3; Offenbarung 15,3. Sie singen „ein neues Lied“ vor dem Stuhl, ein Lied, das niemand lernen kann, ausgenommen die 144.000. Es ist das Lied Moses und des Lammes, ein Lied der Befreiung. Niemand außer den 144.000 kann dieses Lied lernen; denn es ist das Lied ihrer Erfahrung, und niemand sonst hat je eine solche Erfahrung gemacht wie sie. Diese sind‘s, die dem Lamm nachfolgen, wo es hingeht. Sie werden, da sie aus den Lebendigen der Erde heraus entrückt wurden, als Erstlinge Gottes und des Lammes (Offenbarung 14,4) angesehen. „Diese sind‘s, die gekommen sind aus großer Trübsal“ (Offenbarung 7,14), sie haben die trübselige Zeit erfahren, eine Zeit, wie sie nie auf Erden war, seit Menschen darauf wohnen; sie haben die Angst in der Zeit der Trübsal Jakobs ausgehalten; sie sind während der letzten Ausgießung der Gerichte Gottes ohne Vermittler gewesen. Aber sie sind befreit worden, denn sie „haben ihre Kleider gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes“. „In ihrem Munde ist kein Falsch gefunden; denn sie sind unsträflich vor dem Stuhl Gottes.“ „Darum sind sie vor dem Stuhl Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; und der auf dem Stuhl sitzt, wird über ihnen wohnen.“ Offenbarung 7,14; Offenbarung 14,5; Offenbarung 7,15. Sie haben gesehen, wie die Erde durch Hungersnot und Seuchen verwüstet wurde, wie die Sonne die Menschen mit großer Hitze quälte, und sie selbst haben Leiden, Hunger und Durst erduldet. Aber nun wird sie „nicht mehr hungern noch dürsten; es wird auch nicht auf sie fallen die Sonne oder irgend eine Hitze; denn das Lamm mitten im Stuhl wird sie weiden und leiten zu den lebendigen Wasserbrunnen, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen“. Offenbarung 7,16.17. GK 648.1

Donnerstag, 25. Juni

„Komm!“


Lies die folgenden Passagen und beachte Seine Einladung an dich, zu Ihm zu kommen: Matthäus 11,28–30; Jesaja 55,1–3; Johannes 6,44.

„Der Erlöser der Welt kam nicht nur, um ein Opfer für die Sünde zu sein, sondern um den Menschen in allen Dingen ein Vorbild zu sein, ein heiliger, menschlicher Charakter. Er war ein Lehrer, ein Erzieher, wie ihn die Welt zuvor noch nie gesehen oder gehört hatte. Er sprach wie einer, der Vollmacht hat, und doch lädt er alle ein, ihm zu vertrauen. ‚Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht‘ (Matthäus 11,28–30). 3SM 138.3

„Der eingeborene Sohn des unendlichen Gottes hat uns durch seine Worte [und] sein praktisches Beispiel ein klares Vorbild hinterlassen, dem wir nacheifern sollen. Durch seine Worte hat er uns gelehrt, Gott zu gehorchen, und durch sein eigenes Handeln hat er uns gezeigt, wie wir Gott gehorchen können. 3SM 138.4

„Christus gab uns nicht nur klare Regeln, die zeigen, wie wir gehorsame Kinder werden können, sondern er zeigte uns in seinem eigenen Leben und Charakter, wie wir genau das tun können, was vor Gott recht und annehmbar ist; daher gibt es keine Entschuldigung dafür, warum wir nicht das tun sollten, was in seinen Augen wohlgefällig ist.“ 3SM 139.1

„Ungehorsam hat die Tür zu einer Fülle von Wissen verschlossen, das aus dem Wort Gottes hätte gewonnen werden können. Verständnis bedeutet Gehorsam gegenüber Gottes Geboten. Wären Männer und Frauen gehorsam gewesen, hätten sie den Plan von Gottes Regierung verstanden. Die himmlische Welt hätte ihre Kammern der Gnade und Herrlichkeit zur Erforschung geöffnet. Die Menschen wären ganz anders gewesen, als sie jetzt sind, in ihrer Gestalt, in ihrer Sprache, in ihrem Gesang; denn durch das Erforschen der Schätze der Wahrheit wären sie veredelt worden. Das Geheimnis der Erlösung, die Menschwerdung Christi, sein Sühneopfer wären nicht, wie es jetzt der Fall ist, vage in unseren Gedanken. Sie wären nicht nur besser verstanden, sondern insgesamt viel höher geschätzt worden. BLJ 127.3

„In der Ewigkeit werden wir das lernen, was, hätten wir die Erleuchtung erhalten, dass es uns hier möglich war, es zu erlangen, unser Verständnis geöffnet hätte. Die Themen der Erlösung werden die Herzen, den Verstand und die Zungen der Erlösten durch alle ewigen Zeitalter hindurch beschäftigen. Sie werden die Wahrheiten verstehen, die Christus seinen Jüngern so gerne offenbaren wollte, für deren Erfassung ihnen jedoch der Glaube fehlte. Für immer und ewig werden sich neue Einblicke in die Vollkommenheit und Herrlichkeit Christi eröffnen. —The Review and Herald, 3. Juli 1900.“ BLJ 127.4

Freitag, 26. Juni

Weiterführendes Studium

An jenem Tag werden die Erlösten in der Herrlichkeit des Vaters und des Sohnes leuchten. Engel werden auf ihren goldenen Harfen spielen und den König und die Zeugen seines Sieges, die sich im Blut des Lammes gewaschen haben, willkommen heißen. Siegesjubel wird erschallen und den ganzen Himmel erfüllen. Christus hat gesiegt. Er zieht in die himmlischen Höfe ein, begleitet von seinen Erlösten, die Zeugen dafür sind, daß seine Leiden und sein Opfer nicht umsonst waren. Testimonies for the Church IX, 285.286 (1909). CKB 197.5

Mit unaussprechlicher Liebe heißt Jesus seine Getreuen willkommen ... Es ist eine Freude für den Heiland, daß er in dem Reich der Herrlichkeit alle bei sich hat, die durch sein Leiden und seine Erniedrigung gerettet worden sind. The Great Controversy 647 (1911). CKB 198.1

Nun sieht Christus das Ergebnis seines Wirkens. In der großen, unzählbaren Menge, die ohne Makel und mit unbeschreiblicher Freude vor ihm steht, sieht er den Lohn seiner Mühen. Sein Blut war unser Heil, sein Leben unser Vorbild. Education 309 (1903). CKB 198.2

Eine große Anzahl Engel brachte herrliche Kronen aus der Stadt — für jeden Erlösten eine, worauf dessen Name geschrieben stand. Sie reichten ihm die Kronen, und mit seiner eigenen rechten Hand setzte er sie den Erlösten auf das Haupt. Early Writings 288 (1858). CKB 198.3

Am gläsernen Meer hatten sich die 144.000 in einem Quadrat aufgestellt. Einige hatten sehr hell strahlende Kronen, andere leuchteten weniger. Manche Kronen schienen mit vielen Sternen besetzt zu sein, während andere nur wenige hatten. Jeder war aber mit seiner Krone vollkommen zufrieden. Early Writings 16.17 (1851). CKB 198.4

Die Krone des Lebens wird strahlender oder matter leuchten, von vielen Juwelen glitzern oder von weniger — je nachdem, wie wir gehandelt haben. The S.D.A. Bible Commentary VI, 1105 (1895). CKB 198.5

Keiner der Erlösten wird dort eine Krone ohne Sterne tragen. Wer den Himmel betritt, wird dort auch jemandem begegnen, dem er den Weg zum Heil weisen konnte. The Signs of the Times, 6. Juni 1892. CKB 198.6

Vor dem Einzug in die Gottesstadt verleiht der Heiland seinen Nachfolgern die Auszeichnungen des Sieges und kleidet sie mit den Zeichen ihres königlichen Standes ... Auf die Häupter der Überwinder setzt der Heiland mit eigener Hand die Krone der Herrlichkeit ... In jede Hand wird die Siegespalme und die glänzende Harfe gelegt. Dann gleitet jede Hand — die leitenden Engel geben den Ton an — geschickt über die Harfensaiten und entlockt ihnen liebliche Musik ... Vor der erlösten Schar liegt die heilige Stadt. Jesus öffnet die Perlentore weit, und die Seligen, die die Wahrheit gehalten haben, ziehen ein. Der große Kampf 645.646 (1911). CKB 198.7