
„Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine Gebote und meine Anweisungen zu halten? Seht, der Herr hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am sechsten Tag für zwei Tage Brot; so soll nun jeder an seiner Stelle bleiben, und niemand soll am siebten Tag seinen Platz verlassen! So ruhte das Volk am siebten Tag. 2Mose 16:28-30
Nun wurden die Kriegshandlungen eine Zeitlang unterbrochen, damit ganz Israel an einem feierlichen Gottesdienst teilnehmen konnte. Das Volk sehnte sich danach, in Kanaan Fuß zu fassen. Es hatte ja bis dahin weder Heime noch Grund und Boden für seine Familien; um das zu erreichen, mußte es erst die Kanaaniter vertreiben. Aber diese wichtige Aufgabe wurde zunächst zurückgestellt, weil eine höhere Pflicht vorerst die besondere Aufmerksamkeit erforderte. PP 480.2
Ehe sie das Erbe in Besitz nahmen, mußten die Israeliten ihr Treuebündnis mit Gott erneuern. In seinen letzten Unterweisungen hatte Mose ihnen zweimal gesagt, daß sich die Stämme bei Sichem auf den Bergen Ebal und Garizim zur feierlichen Anerkennung des Gesetzes Gottes versammeln sollten. Dieser Anweisung folgten sie nun. Das ganze Volk — nicht nur die Männer, sondern Frauen, Kinder und die Fremdlinge, die mit ihnen zogen (vgl. Josua 8,35) — verließ das Lager bei Gilgal und marschierte durch das Gebiet seiner Feinde ins Tal Sichem, etwa dem Mittelpunkt des Landes. Obwohl von unbesiegten Feinden umgeben, konnten sie sich unter Gottes Schutz sicher fühlen, solange sie ihm treu blieben. Wie zur Zeit Jakobs kam auch jetzt „ein Gottesschrecken über die Städte, die um sie her lagen“ (1.Mose 35,5), und die Hebräer blieben unbehelligt. PP 480.3
Der für diesen feierlichen Gottesdienst ausersehene Ort war schon durch die Beziehung zur Geschichte ihrer Väter geheiligt. Hier hatte Abraham seinen ersten Altar im Lande Kanaan errichtet; Abraham und Jakob hatten an dieser Stätte ihre Zelte aufgeschlagen, und Jakob hatte das Feld gekauft, auf dem die Stammesangehörigen Josephs Leichnam beerdigen sollten. Und an diesem Ort waren auch Jakobs Brunnen und die Eiche zu finden, unter der er die Götzenbilder seiner Familie vergraben hatte. PP 480.4
Lies Josua 5,1–7. Warum befahl der Herr Josua, die zweite Generation der Israeliten gerade zu diesem Zeitpunkt der Eroberung zu beschneiden?
Als die Menschen wieder von Gott abwichen, erwählte der Herr Abraham, weil dieser, wie er von ihm sagte, „meiner Stimme gehorsam gewesen ist und gehalten hat meine Rechte, meine Gebote, meine Weisungen und mein Gesetz.“ 1.Mose 26,5. An Abraham wurde die Beschneidung eingeführt als ein Zeichen für alle, die sich dem Dienste Gottes weihten, als Gelübde, sich von Abgötterei fernzuhalten und dem Gesetz zu gehorchen. Abrahams Nachkommen hielten dieses Gelöbnis nicht, wie ihre Neigung zu heidnischen Verbindungen und deren Gewohnheiten bewies. Darum kamen sie in die Knechtschaft nach Ägypten. Aber bei ihrem Umgang mit Götzendienern und durch den erzwungenen Gehorsam gegenüber den Ägyptern wurden die göttlichen Vorschriften von den niedrigen, grausamen Lehren des Heidentums noch mehr verdorben. Als der Herr sie wieder aus Ägypten führte, kam er darum in Herrlichkeit und von Engeln umgeben auf den Sinai herab, um vor den Ohren des ganzen Volkes in schrecklicher Majestät sein Gesetz zu verkünden. PP 341.2
Nicht einmal zu jener Stunde vertraute er sein Gesetz dem Gedächtnis eines Volkes an, das seine Forderungen immer wieder vergaß, sondern er schrieb es auf Steintafeln. Er wollte alle Möglichkeiten von Israel fernhalten, heidnische Überlieferungen mit seinen heiligen Vorschriften zu verschmelzen oder seine Ansprüche mit menschlichen Satzungen und Bräuchen zu vermengen. Aber er ließ es nicht bei der Verkündung des Dekalogs bewenden. Das Volk hatte sich als so leicht verführbar gezeigt, daß Gott keine Möglichkeit zur Versuchung außer acht lassen wollte. Er gebot Mose, niederzuschreiben, was er ihm auftragen würde, nämlich Gesetze und Rechte, die für alles, was er verlangte, sehr genaue Vorschriften enthielten. Diese Anweisungen bezogen sich auf die Pflichten des Volkes gegen Gott, zueinander und gegen Fremde und waren nur eine Erweiterung der Zehn Gebote. Sie wurden in so bestimmter Form gegeben, daß kein Irrtum möglich war. Sie sollten die Heiligkeit der auf den Steintafeln eingegrabenen Zehn Gebote bewahren. PP 342.1
Hätten die Menschen Gottes Gesetz so gehalten, wie es Adam nach seinem Fall gegeben worden war, wie Noah es bewahrt und Abraham es beobachtet hatte, wäre es nicht notwendig gewesen, die Beschneidung zu verordnen. Und hätten Abrahams Nachkommen den Bund gehalten, dessen Zeichen die Beschneidung war, hätten sie weder zum Götzendienst verführt werden können noch die Knechtschaft in Ägypten erdulden müssen. Sie würden Gottes Gesetz im Herzen behalten haben. Es brauchte nicht vom Sinai verkündet oder auf steinerne Tafeln geschrieben zu werden. Hätten sie die Grundsätze der Zehn Gebote ausgelebt, würde es keiner zusätzlichen Anweisungen an Mose bedurft haben. PP 342.2
Warum ist es bedeutsam, dass Josua sich entschied, das Passahfest zu feiern, obwohl die dringende und immense Aufgabe der Eroberung des verheißenen Landes bevorstand? Lies Josua 5,10; 2. Mose 12,6; 3. Mose 23,5; 4. Mose 28,16; 5. Mose 16,4.6.
Der Herr tat ihnen kund: „Ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter ... Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.“ 2.Mose 12,12.13. PP 251.2
Zur Erinnerung an diese überwältigende Befreiung sollte das Volk Israel für alle Zukunft jährlich ein Fest halten: „Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den Herrn, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.“ 2.Mose 12,14. Während sie das Fest in späteren Zeiten begingen, sollten sie ihren Kindern die Geschichte des großen Auszuges wiederholen, wie Mose ihnen befahl: „Es ist das Passahopfer des Herrn, der an den Kindern Israel vorüberging in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete.“ 2.Mose 12,27. PP 251.3
Und die Unterbrechung des Passafestes, das an ihre Befreiung aus Ägypten erinnerte bezeugte ihnen das göttliche Mißfallen über ihren Wunsch, in das Land der Knechtschaft zurückzukehren. PP 467.2
„Am vierzehnten Tage des Monats am Abend“ feierten sie in der Ebene von Jericho das Passa. Und sie „aßen vom Getreide des Landes am Tag nach dem Passa, nämlich ungesäuertes Brot und geröstete Körner. An eben diesem Tage hörte das Manna auf, weil sie jetzt vom Getreide des Landes aßen, so daß Israel vom nächsten Tag an kein Manna mehr hatte. Sie aßen schon von der Ernte des Landes Kanaan in diesem Jahr.“ Josua 5,10-12. Die lange Zeit ihrer Wüstenwanderung war zu Ende gegangen. Israel betrat endlich das verheißene Land. PP 468.2
Was war Josuas Motivation, einen Altar für den Herrn zu errichten? Lies Josua 8,30, 31; vergleiche mit 5. Mose 11,26–30, 5. Mose 27,2–10.
Ehe sie das Erbe in Besitz nahmen, mußten die Israeliten ihr Treuebündnis mit Gott erneuern. PP 480.3
Nach den Anweisungen, die Mose einst gab (vgl. 5.Mose 27), errichteten die Israeliten auf dem Berge Ebal ein Denkmal aus großen Steinen. Diese überzogen sie mit einer Kalkschicht, auf die sie das Gesetz schrieben, und zwar nicht nur die Zehn Gebote vom Sinai, die auf den Steintafeln standen, sondern auch die Gesetze, die Mose erhalten und in ein Buch geschrieben hatte. Neben diesem Denkmal baute man einen Altar aus unbehauenen Steinen, auf dem man dem Herrn Opfer darbrachte. Es war bezeichnend, daß jener Altar auf dem Berge Ebal stand, auf den der Fluch gelegt wurde. Es bedeutete, daß Israel durch seine Gesetzesübertretungen verdientermaßen Gottes gerechtem Zorn verfallen und von ihm sofort heimgesucht worden wäre, gäbe es nicht die Versöhnung durch Christus, versinnbildet durch die Opferstätte. PP 481.2
Sechs Stämme — alle Nachkommen Leas und Rahels — stellten sich auf dem Berg Garizim auf. Vgl. Josua 8,30-35. Die Nachkommen der Mägde mit Ruben und Sebulon erhielten ihren Platz auf dem Ebal; die Priester standen mit der Bundeslade im Tal zwischen ihnen. Ein Posaunenton gebot Schweigen. Dann verlas Josua, der neben der heiligen Lade stand, in die tiefe Stille hinein vor dieser riesigen Versammlung den Segen, der auf dem Gehorsam gegen Gottes Gesetz lag. Alle Stämme auf dem Garizim antworteten mit Amen. Dann verlas er den Fluch, und die Stämme auf dem Ebal stimmten in gleicher Weise zu. Tausende und aber Tausende von Stimmen vereinigten sich in der feierlichen Antwort zu einer einzigen. Nun folgte die Verlesung des Gesetzes mit den Verordnungen und Rechten, die Mose ihnen überliefert hatte. PP 481.3
Lies Josua 8,32–35. Was bedeutet die in diesen Versen beschriebene Handlung, und was sollte sie uns heute sagen?
Der für diesen feierlichen Gottesdienst ausersehene Ort war schon durch die Beziehung zur Geschichte ihrer Väter geheiligt. Hier hatte Abraham seinen ersten Altar im Lande Kanaan errichtet; Abraham und Jakob hatten an dieser Stätte ihre Zelte aufgeschlagen, und Jakob hatte das Feld gekauft, auf dem die Stammesangehörigen Josephs Leichnam beerdigen sollten. Und an diesem Ort waren auch Jakobs Brunnen und die Eiche zu finden, unter der er die Götzenbilder seiner Familie vergraben hatte. PP 480.4
Der gewählte Platz war einer der schönsten in ganz Palästina und des großartigen, eindrucksvollen Geschehens, das hier stattfinden sollte, durchaus würdig. Zwischen den kahlen Hügeln dehnte sich das liebliche Tal mit seinen grünen Feldern und in sie verstreuten Olivenhainen, bewässert von munteren Bächen und geschmückt mit wildwachsenden Blumen. Zu beiden Seiten des Tales erhoben sich Ebal und Garizim. Sie lagen sich so nahe gegenüber, daß ihre unteren Ausläufer eine natürliche Kanzel bildeten, von der jedes einzelne Wort nach zwei Seiten deutlich vernehmbar war, während die zurückweichenden Berghänge Raum für eine riesige Versammlung boten. PP 481.1
Warum war es notwendig, eine Kopie des Bundes auf einem Denkmal zu schreiben, das für alle sichtbar war? (Siehe 5. Mose 4,31; 5. Mose 6,12; 5. Mose 8,11.14; 2. Könige 17,38; Psalm 78,7.)
Am Sinai hatte Israel das Gesetz unmittelbar von Gott erhalten; und diese heiligen Vorschriften, von seiner Hand niedergeschrieben, wurden noch immer in der Bundeslade aufbewahrt. Jetzt waren sie außerdem für alle lesbar aufgezeichnet worden. Jeder konnte die Bedingungen des Bundes sehen, unter denen sie Kanaan besitzen sollten. Sie mußten die Annahme der Bundesforderungen zu erkennen geben und dem Segen wie dem Fluch bei Befolgung oder Vernachlässigung zustimmen. Und zwar wurde das Gesetz nicht nur auf die Steine des Denkmals geschrieben, sondern Josua selbst verlas es auch vor den Ohren ganz Israels. Obwohl nur wenige Wochen vergangen waren, seit Mose vor dem Volk über das ganze Buch Deuteronomium (fünftes Buch Mose) gesprochen hatte, las Josua trotzdem wieder daraus vor.PP 482.1
Nicht nur Israels Männer, auch die Frauen und Kinder lauschten der Verlesung des Gesetzes. Es war wichtig, daß auch sie ihre Pflicht kannten und taten. Gott hatte Israel befohlen: „So nehmt nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie zum Zeichen auf eure Hand und macht sie zum Merkzeichen zwischen euren Augen und lehrt sie eure Kinder ..., auf daß ihr und eure Kinder lange lebt in dem Lande, das der Herr, wie er deinen Vätern geschworen hat, ihnen geben will, solange die Tage des Himmels über der Erde währen.“ 5.Mose 11,18.19.21. PP 482.2
Lies Josua 18:1, 2. Was war der Grund, warum Josua den Prozess der Landverteilung unterbrach?
Bis dahin war Gilgal Israels Hauptquartier. Hier stand auch die Stiftshütte. Nun sollte sie einen bleibenden Aufenthaltsort finden. Das war Silo, eine kleine Stadt im Gebiet von Ephraim. Sie lag etwa in der Mitte des Landes und war von allen Stämmen leicht zu erreichen. Dieses Gebiet war bereits völlig unterworfen, so daß die Anbeter Gottes nicht belästigt werden konnten. „Es versammelte sich die ganze Gemeinde der Kinder Israel in Silo und richtete dort die Stiftshütte auf.“ Josua 18,1. Die noch im Lager befindlichen Stämme folgten ihr bei der Verlegung von Gilgal nach Silo und schlugen dort ihre Zelte auf. Hier lebten sie, bis sie sich auf ihre Besitzungen verteilten. PP 494.3
Dreihundert Jahre blieb die Bundeslade in Silo, bis sie wegen der Sünden des Hauses Eli in die Hände der Philister fiel und Silo zerstört wurde. Sie kam nie wieder dorthin zurück. Der Heiligtumsdienst wurde schließlich in den Tempel zu Jerusalem verlegt und Silo damit bedeutungslos. Heute kennzeichnen nur noch Ruinen den Platz, wo es einst stand. Viel später wurde sein Schicksal Jerusalem zur Warnung vorgehalten. „Geht hin an meine Stätte zu Silo, wo früher mein Name gewohnt hat“, sprach der Herr durch den Propheten Jeremia, „und schaut, was ich dort getan habe wegen der Bosheit meines Volks Israel ... so will ich mit dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, auf das ihr euch verlaßt, und mit der Stätte, die ich euch und euren Vätern gegeben habe, ebenso tun, wie ich mit Silo getan habe.“ Jeremia 7,12.14. PP 494.4
Lies Hebräer 6,19.20; Hebräer 9,11.12 und Hebräer 10,19–23. Was können wir als Christen, die kein irdisches Heiligtum haben, in dem die physische Gegenwart Gottes unter uns verehrt wird, von Josua lernen?
„In Zukunft wird es Verwirrung, Unruhe und Täuschung geben. Die einzige Sicherheit für Gottes Volk ist seine Einheit in dem Werk, das Er ihm aufgetragen hat und über das Er allein als Aufseher walten kann. Alle, die den Anfang ihres Vertrauens bis zum Ende festhalten, werden das Zeichen Gottes auf ihrer Stirn empfangen. Über sie wird er sagen: „Du hast einige wenige Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben; und sie werden mit mir in Weiß wandeln, denn sie sind würdig“ (Offenbarung 3,4). Zur festgesetzten Zeit wird die frohe Botschaft ihrer Befreiung kommen und ihre Herzen mit Freude und ihre Lippen mit freudigem Lob erfüllen. 21MR 272.1
Zu dieser Zeit liegt die einzige Sicherheit derer, die Gottes Gebote halten, darin, eines Herzens zu sein, mit Christus und untereinander verbunden zu sein und mit Christus in Gott verborgen zu sein. (Johannes 13,33-35.) Der Heiland blickt auf den kommenden Konflikt und ruft sein Volk auf, sich zu stärken, indem es sich seiner Kraft ergreift und Frieden mit ihm schließt, damit Gott ihnen, wenn sie herausgefordert werden, wie es geschehen wird, die Erfahrung Jakobs schenken kann, die es ihnen ermöglicht, die Worte der Verheißung für sich in Anspruch zu nehmen: „Außerdem werde ich einen Friedensbund mit ihnen schließen; es soll ein ewiger Bund mit ihnen sein: und ich werde sie ansiedeln und vermehren und mein Heiligtum für immer unter ihnen errichten. Auch meine Wohnung wird bei ihnen sein, und ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein. Und die Heiden werden erkennen, dass ich, der Herr, Israel heilige, wenn mein Heiligtum für immer in ihrer Mitte sein wird“ (Hesekiel 37,26-28). 21MR 272.2
Satan ist ständig bemüht, Gottes Wort zu verdrehen, Sinn und Verständnis zu trüben und dadurch zur Sünde zu verleiten. Damit niemand vom rechten Wege abweichen möge, drückt sich der Herr so bestimmt aus und macht seine Forderung so klar. Er sucht die Menschenkinder unaufhörlich in seinen Schutz zu nehmen, damit Satan nicht seine grausame, betrügerische Macht an ihnen ausüben kann. Gott ließ sich herab, mit eigener Stimme zu ihnen zu reden und eigenhändig sein lebendiges Wort niederzuschreiben. Alle diese Segensworte, die von Leben und Wahrheit durchdrungen und erleuchtet sind, dienen den Menschen zur vollkommenen Lebensführung. Weil Satan so schnell Einfluß gewinnt und Geist wie auch Gemüt von den Verheißungen und Forderungen des Herrn ablenkt, bedarf es um so größeren Fleißes, sie Herz und Sinn einzuprägen. PP 482.4
Bibellehrer sollten den Unterweisungen über die biblische Geschichte und den Warnungen und Forderungen des Herrn größere Aufmerksamkeit schenken. Bietet sie den Kindern, ihrem Verständnis angepaßt, in einfacher Sprache dar. Es ist Aufgabe der Prediger und Eltern, darauf zu sehen, daß die Jugend in der Heiligen Schrift unterrichtet wird. PP 483.1
Eltern können und sollen ihre Kinder dazu anregen, mancherlei Wissen über die Heilige Schrift zu erwerben. Wollen sie jedoch ihre Söhne und Töchter für das Bibelstudium gewinnen, müssen sie zuerst selbst davon ergriffen werden. Jenes Gedankengut muß ihnen vertraut sein. Wie Gott es Israel gebot, so sollten sie darüber sprechen, „wenn du in deinem Hause sitzt oder unterwegs bist, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst“. 5.Mose 11,19. Wer es möchte, daß seine Kinder Gott lieben und ehren, erzähle ihnen von seiner Güte, Majestät und Macht, wie sie sich in seinem Wort und in den Werken der Schöpfung offenbaren. PP 483.2
Jedes Kapitel und jeder Vers der Bibel enthält eine Nachricht Gottes an den Menschen. Durch uns sollten diese Unterweisungen sichtbar sein wie ein Kennzeichen auf Hand und Stirn. Erforschte und befolgte Gottes Volk sie, dann würde es so sichtbar geführt werden, wie seinerzeit die Israeliten durch die Wolkensäule bei Tage und die Feuersäule bei Nacht geleitet wurden. PP 483.3