„Die Auferstehung Jesu war ein Vorbild für die endgültige Auferstehung aller, die in ihm entschlafen sind. Das Antlitz des auferstandenen Erlösers, sein Auftreten, seine Rede – all das war seinen Jüngern vertraut.
So wie Jesus von den Toten auferstanden ist, so werden auch diejenigen, die in ihm entschlafen sind, wieder auferstehen. Wir werden unsere Freunde erkennen, so wie die Jünger Jesus erkannten. Sie mögen in diesem sterblichen Leben entstellt, krank oder verunstaltet gewesen sein, doch sie werden in vollkommener Gesundheit und Harmonie auferstehen; dennoch wird ihre Identität im verherrlichten Leib vollkommen bewahrt bleiben. Dann werden wir erkennen, wie wir auch erkannt worden sind. 1. Korinther 13,12. In dem Antlitz, das vom Licht strahlt, das aus dem Antlitz Jesu kommt, werden wir die Züge derer erkennen, die wir lieben.“ DA 804.1
Hier [Hesekiel 37,1–12] sehen wir, wie die Toten auferweckt werden sollen: Zuerst werden die Gebeine zusammengetragen, Knochen an Knochen. Als Nächstes wird das Fleisch hinzugefügt, dann mit Haut überzogen, und schließlich wird ihnen der Atem eingehaucht. In der Genesis wird uns berichtet, dass Adams Körper aus Lehm geformt wurde, dann wurde ihm der Atem in die Nase geblasen, und er wurde zu einer lebendigen Seele. Durch die Verbindung von Luft mit dem Lehm wurde der Mensch zu einer lebendigen Seele. So offenbart die Heilige Schrift, dass die Auferstehung nichts anderes als eine Neuschöpfung ist. Der Mensch erhält aus dem Alten einen neuen Körper; doch um derselbe Mensch zu sein, der einst lebte und starb und dann wieder zum Leben erweckt wurde, muss ihm notwendigerweise das frühere intellektuelle Wissen und die Erinnerung an seine Lebenserfahrungen gegeben werden. Wahrlich, die Lebenden wissen, dass sie sterben werden, aber die Toten wissen nichts, solange sie in ihren Gräbern liegen. Prediger 9,5.6.12.
Hesekiel 37,13–14 – „Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich eure Gräber öffne, o mein Volk, und euch aus euren Gräbern heraufhole und meinen Geist in euch lege, sodass ihr wieder lebt, und ich euch in euer eigenes Land bringe; dann werdet ihr erkennen, dass ich, der Herr, es gesagt und vollbracht habe, spricht der Herr.“
Er wird Sein Volk nicht nur aus seinen Gräbern auferwecken, sondern es auch in das Land Israel bringen. Dass Tote wieder zum Leben erweckt werden, ist zwar ein Wunder, aber kein viel größeres als das, dass sich ein Wurm in den Boden vergräbt oder sich in einen Kokon einhüllt oder Ähnliches, um dann in einen Zustand der Bewusstlosigkeit zu fallen, seine Gestalt zu verändern und zu einem wunderschönen Schmetterling zu werden, der durch die Luft schwebt, anstatt über den Boden zu kriechen. Dieses und andere Wunder erscheinen uns nicht als Wunder, weil sie alltägliche Vorkommnisse sind. Wenn Gott am Anfang die Erde aus dem Nichts erschaffen konnte, kann Er den Menschen umso leichter neu erschaffen, da Er von Anfang an zumindest über die Gebeine des Menschen und dessen intellektuelles Wissen um Gut und Böse verfügt.