„Er befand sich nun im Schatten des Kreuzes, und der Schmerz quälte Sein Herz. Er wusste, dass Er in der Stunde Seines Verrats verlassen werden würde. Er wusste, dass Er durch die demütigendste Art der Hinrichtung, der Verbrecher unterzogen wurden, getötet werden würde. Er kannte die Undankbarkeit und Grausamkeit derer, die Er zu retten gekommen war. Er wusste, wie groß das Opfer war, das Er bringen musste, und für wie viele es vergeblich sein würde. Da Er wusste, was alles vor Ihm lag, hätte Er natürlich von dem Gedanken an Seine eigene Erniedrigung und Sein Leiden überwältigt sein können. Doch Er blickte auf die Zwölf, die als die Seinen bei Ihm gewesen waren und die, nachdem Seine Schande, Sein Kummer und Seine qualvolle Behandlung vorüber waren, zurückbleiben würden, um sich in der Welt durchzuschlagen. Seine Gedanken darüber, was Er selbst erleiden musste, waren stets mit Seinen Jüngern verbunden. Er dachte nicht an sich selbst. Seine Sorge um sie stand in Seinen Gedanken an erster Stelle.“ DA 643.2
„Wir sollen nicht nur unseren Nächsten lieben wie uns selbst; wir sollen einander lieben, wie Christus uns geliebt hat.“ DG 90.1
„Christus hatte den ersten Jüngern geboten, einander so zu lieben, wie er sie geliebt hatte. So sollten sie der Welt bezeugen, dass Christus in ihnen wohne, die Hoffnung auf Herrlichkeit. ‚Ein neues Gebot gebe ich euch‘, hatte er gesagt, ‚dass ihr einander liebt; wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben.‘ Johannes 13,34. Zu der Zeit, als diese Worte gesprochen wurden, konnten die Jünger sie nicht verstehen; doch nachdem sie die Leiden Christi miterlebt hatten, nach seiner Kreuzigung und Auferstehung sowie seiner Himmelfahrt und nachdem der Heilige Geist zu Pfingsten auf ihnen geruht hatte, hatten sie eine klarere Vorstellung von der Liebe Gottes und vom Wesen jener Liebe, die sie füreinander empfinden mussten.“ AA 547.1
„Über die besondere Art und Weise, in der diese Liebe von den Gläubigen zum Ausdruck gebracht werden sollte, schreibt der Apostel: ‚Ein neues Gebot schreibe ich euch, das in Ihm und in euch wahr ist: Denn die Finsternis ist vorüber, und das wahre Licht leuchtet nun. Wer sagt, er sei im Licht, und hasst seinen Bruder, der ist noch immer in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und in ihm ist kein Anstoß. Wer aber seinen Bruder hasst, der ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, denn die Finsternis hat seine Augen blind gemacht.“ „Das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt: dass wir einander lieben sollen.“ „Wer seinen Bruder nicht liebt, bleibt im Tod. Wer seinen Bruder hasst, ist ein Mörder; und ihr wisst, dass kein Mörder das ewige Leben in sich hat. Daran erkennen wir die Liebe Gottes, dass er sein Leben für uns hingegeben hat; und wir sollen unser Leben für die Brüder hingeben.“ AA 548.3